• Mit einem überaus gelungenen Konzert im Hammerschlossstadel ging nicht nur ein tolles Kulturjahr des Kulturvereins zu Ende, sondern es war auch eine stimmungsvolle Einstimmung auf das vierte Adventswochenende und das bevorstehende Weihnachtsfest.


    Zum ersten Mal, aber hoffentlich nicht zum letzten Mal gastierte Gospelsängerin Ramona Fink mit ihrer Gospelgroup in Schmidmühlen zu einem Konzert und die Musiker hinterließen beeindruckende musikalische Fußspuren.


    Ruhige, ja manchmal schon fast sentimentale Stücke wechselten sich ab mit swingenden, bekannten Melodien aus Film und Fernsehen ab. Dabei gaben die Protagonisten des Abends den Liedern ihre eigene „Ton- und Farbnuancen“, stimmig und kraftvoll, jedes der Lieder war ein tolles Erlebnis. Es war eine Zeitreise durch die Geschichte des Pop, Soul und des Gospels mit Traditionals wie „Joshua fit the battle of Jericho“ oder das stimmungsvolle „bridge over troubled water“ durften da nicht fehlen. Bekannte Lieder wie „Amen“ aus dem Film “Sister Act”, der ursprünglich von Jester Hairston für den Film “Lilien auf dem Felde” geschrieben wurde,  „O happy day“ oder “down by the riverside“– echte Klassiker eines jeden gehaltvollen Gospelkonzerts – fehlten auch in Schmidmühlen nicht.


    Es dauerte nicht lange, bis Ramona Fink, Michael Deiml und Andrea Bibel sowie Toby Mayerl die Zuhörer im  Hammerschlossstadel „auf ihrer Seite hatten“. Man merkte das fein abgestimmte Zusammenwirken der vier Musiker, die immerhin schon fast drei Jahrzehnte in der gleichen Zusammensetzung spielen. Der Erfolg kommt eben nicht von ungefähr, Musik und Musiker leben eben Genre – eben authentisch, nichts Aufgesetztes, nichts Gekünsteltes. Das hat seinen Grund: Ramona Fink wuchs als Enkelin eines Preachers aus Arkansas mit Gospelmusik auf. Diese Musik prägte die eigentlich aus Vilseck stammende Künstlerin „durch und durch“. Mittlerweile zählt sie mit ihrer Gospel Group zu den profiliertesten Gospelmusikern. Im Bundeswettbewerb „25. Deutscher Rock und Pop Preis 2007“ gewann die Ramona Fink Gospel Group den ersten Preis als beste Gospelgruppe 2007. 


    Immer wieder setzten Ramona Fink, aber auch Andrea Bibel und Michael Deiml stimmliche Glanzpunkte, bestens musikalisch geleitet von Toby Mayerl am Piano. Irgendwie erinnert ihre ausdrucksvolle afroamerikanischen Soul-Stimme manchmal auch an Tina Turner. Ein feines Beispiel hierfür war bereits zum Auftakt das “Amen”:  im ersten Moment leise und gefühlvoll, dann kraftvoll. Bei John Lennons legendären „Imagine“ hörte man fast eine Stecknadel fallen. Mit Georg Harrison kam noch ein weiterer Beatle zum Zug: „My sweet lord“ – ein echter Klassiker, den die Zuhörer gerne aufnahmen und mitsangen.


    Natürlich fehlten zu Beginn der Adventszeit weihnachtlichen Weisen nicht. Von “Silver Bells – It’s Christmas Time in the City” oder “Please come home for Christmas” ließen sich die Konzertbesucher gerne verzaubern. Gospelsongs waren schon immer auch religiöse Lieder. Ohne Zugabe ließen die Konzertbesucher die vier Musiker nicht gehen. Mit  „I’m dreaming of a white christmas“, einst gesungen von Bing Crosby entließen die Musiker ihre Fangemeinde in eine Nacht, die ahnen ließ, dass es keine weiße Weihnacht geben wird. Aber träumen kann man ja. (ajp)  





    Ein Blick nach 2020

    Doch auch ein Blick in das kommende Jahr lohnt sich. Auftakt wird am 29. Februar mit einem Konzert der Gruppe „Deus Vult“ sein. Diese warten mit einem Genre auf, der bisher erstmals im vergangenen Jahr in der Lauterachgemeinde zu hören war: Mittelalter – Rock. Das Premierenkonzert war ein voller Erfolg.  Mit einer Kombination aus der altbewährten Mittelalter – Rockmusik und dem bandspezifischen Steampunk-Stil gelingt es den Musikern, etwas Außergewöhnliches und Neuartiges mit bereits vertrauten Klängen zu verbinden. Begleitend zur Musik wartet die Band auch mit einer rockigen und fetzigen Bühnenshow auf. Auch den Termin sollte man sich vormerken. (ajp)

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