• Eine umfangreiche Tagesordnung mit verschiedenen Rechenschaftsberichten hatten die Mitglieder des Heimat- und Kulturvereins bei ihrer Jahreshauptversammlung abzuarbeiten. Zu dieser turnusmäßigen Versammlung konnte die 1. Vorsitzende Martina De Wille auch Bürgermeister Peter Braun begrüßen. Bei sechs Vorstandsitzungen und einer Mitgliederversammlung wurden die Weichenstellungen für das Vereinsjahr gestellt. Der Verein zählte zum Jahreswechsel 154 Mitglieder, zwei Mitglieder verstarben, zwei neue Mitglieder konnten für den Verein gewonnen werden. Auch konnte mit Rebekka De Wille ein neuer Kassier gefunden werden. Im vergangenen Jahr musste der Verein zwei langjährigen verdienten Mitgliedern das letzte Geleit geben. Dies waren der langjährige Vorsitzende August Eckmeder, der über Jahrzehnte den Verein nicht nur als Vorsitzender mit nach vorne gebracht hat, sondern bei verschiedensten Arbeitsbereichen sowie Ehrenmitglied Anton Bruckmüller. August Eckmeder war Mitinitiator und viele Jahre hinweg der Mitorganisator der Wildwochen und des Marktfestes. Unter seiner Verantwortung entwickelten sich auch der Kultursommer und der Adventsmarkt. Das gemeinsame Ferienprogramm von Pfarrei und den örtlichen Vereinen wurde damals lange Zeit unter der Regie des Kulturvereins organisiert. Anton Bruckmüller hielt über viele Jahre hinweg als Wanderwegewart die Schmidmühlener „auf Trab“. Unzählige Stunden verbrachte er dabei bei der Instandhaltung und mit Wanderungen auf Wald und Flur – über viele Jahre hinweg zusammen mit dem ebenfalls schon verstorbenen Hans Rubenbauer.

    In vielen Bereichen war das abgelaufene Geschäftsjahr etwas ruhiger als sonst. Dennoch galt es einige wichtige Aktionen zu schultern. Bereits im Januar stand in Zusammenarbeit mit dem Trachtenverein das „Wachsstöcklbasteln“ auf dem Programm.



    Dieses war noch bis zur Zeit des 2. Weltkriegs in jedem Haushalt und in den Kirchen und Kapellen vorhanden, eigentlich von dort nicht wegzudenken. Sie wurden entzündet zum Gebet in den dunklen Kirchen oder beim Rosenkranzgebet, Wachsstöckl gab es auch als Zugabe zur Aussteuer. Das Wachsstöckl wieder in Erinnerung zu rufen, diese Idee wurde beim „Wirtshausgespräch“ der Volkshochschule Amberg – Sulzbach vor drei Jahren im Trachtenheim „geboren“. Trachtenverein und Kulturverein taten sich zusammen, machten dies zu einem gemeinsamen Projekt. Auch beim letzten Kaurs entstanden wieder sehenswerte Arbeiten.

    Was nicht unbedingt allen bekannt ist, ist die Tatsache, dass sich der Kulturverein in enger Abstimmung mit dem Markt Schmidmühlen um das Eselrennen kümmert. Dies ist sicher ein wichtiger Beitrag des Vereins zum Marktfest, wie Bürgermeister Peter Braun in seinen Grußworten auch versicherte. Einen von den Kindern gut angenommenen Beitrag leistet der Verein zum Ferienprogramm. Hier lud man die Kinder nach Emhof zu „Geschichten am Lagerfeuer“ ein. Auch in diesem Jahr, so Martina De Wille wird man sich mit diesem Beitrag wieder an der gemeinsamen Aktion beteiligen.

    Ein Konzert stand ebenfalls auf dem Programm. Bei einem gut besuchten Konzert präsentierte Jelena Lichtmann viele junge Talentierte Nachwuchskünstler aus der Region. Aller Anfang ist schwer – das gilt wohl für jeden Bereich im Leben eines jeden Menschen, sei es als Sportler oder Künstler. Und da ist es gut, wenn man Gelegenheit als junger Musiker bekommt, vor begeisterungsfähigem Publikum zu spielen, welches das musikalische Heranwachsen versteht und zu würdigen weiß. Diese Gelegenheit bietet seit vielen Jahren der Heimat- und Kulturverein

    Im Oktober folgte eine Traditionsveranstaltung, die Hubertusmesse, die schon über Jahrzehnte den Auftakt zu den Wildwochen bildet. Traditionell umrahmten die Jagdhornbläser sowie die Sänger des Männergesangsvereins den feierlich gestalteten Gottesdienst. Die Jagdpächter und Jäger brachten wie gehabt erlegtes Wild zum Altar. Alles in allem, so die einhellige Meinung, war der Gottesdienst ein feierlicher Auftakt für einen „bunten Herbst“.

    Den Abschluss des Vereinsjahres bildete der Brauch des Allerseelenschiffchens, hervorragend unterstützt von der Feuerwehr. Dieser Brauch wurde im Jahr 2002 nach einem fast 60 Jahre dauernden „Dornröschenschlaf“ in Schmidmühlen wieder neu belebt: das Allerseelenschiffchen. In Schmidmühlen war es ein christlicher Brauch, dass früher in der Allerseelenwoche jeden Tag in der Friedhofkirche St. Georg ein Rosenkranz gebetet wurde. Im vergangenen Jahr beteiligten sich wieder über 50 Kinder an dem Brauch.

    Nach dem umfangreichen Bericht gab Kassier Rebekka De Wille ihren Kassenbericht. Sie listete Einnahmen und Ausgaben auf. Kassenprüfer Hans Edenharter bescheinigte eine tadellose, der Satzung entsprechende Kassenführung, so dass einer Entlastung nichts entgegen sprach. Nach den Rechenschaftsberichten richtete sich der Blick auch nach vorne. So wurden bereits zahlreiche Veranstaltungen andiskutiert. (ajp)

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